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Schizophrenie – wie geht unsere Gesellschaft mit außergewöhnlichen Menschen um?

Quelle

Korrespondiert das für dich mit dem Stigma, das die Diagnose Schizophrenie in der Öffentlichkeit hat?

„Erstaunlich ist doch, wie viele Menschen selbst Betroffene in ihrem Umfeld haben und nicht darüber sprechen. Das ist sehr traurig und hilft niemandem – weder den Betroffenen noch den Angehörigen, noch denen, die sich dafür interessieren. Es kann sogar dazu führen, dass sich die Krankheit verschlimmert, weil sie nicht oder falsch behandelt wird. Ich bin offen mit dem Thema umgegangen und meine Freunde und Bekannten hat es interessiert. Leider herrscht sehr viel Halbwissen und Unwissenheit über diese Krankheit. Es wird hier ehrenamtlich einiges getan, aber dennoch findet sich in Deutschland mehr Unterstützung für Katzenbabys und Fußball.“

Habt ihr bereits ein Netzwerk aus Menschen, die ebenfalls die Diagnose haben?

„Ich habe zu Beginn des Projekts Elyn Saks, eine Professorin, die ebenfalls Schizophrenie hat, angeschrieben und bin seither mit ihr im Dialog über das Projekt. Sie ist eine große Inspiration und ihr TED-Talk unglaublich beeindruckend. Mit Siri Hustvedt und Andrew Solomon hatte ich auch kurzen Kontakt und bin überrascht, wie positiv die Reaktionen und Wünsche sind.“

Elyn Saks eine Schizophrene Profesorin für Psychologie und Psychiatrie erzählt ihre Geschichte

Ausweitung der Zwangspsychiatrie verabschiedet.

Taz zur neuen Ausweitung der Zwangspsychiatrie

Der Bundestag hat an diesem Donnerstag die Möglichkeiten zur Zwangsbehandlung psychisch Kranker ausgeweitet.

Anlass der Reform war ein tragischer Fall aus Baden-Württemberg. Eine psychisch kranke Frau war an Brustkrebs erkrankt, lehnte aber jede Therapie ab. Ihr Betreuer wollte in eine Zwangsbehandlung einwilligen, dies war jedoch rechtlich nicht möglich.

Nach bisheriger Gesetzeslage ist eine Zwangsbehandlung nur möglich, wenn jemand zwangsweise stationär untergebracht ist. Die krebskranke Frau war jedoch so schwach, dass sie eh nicht hätte weglaufen können. Sie war deshalb nicht zwangsuntergebracht.

Das Bundesverfassungsgericht befasste sich im letzten Sommer mit dem Fall und kam zu dem Schluss, dass hier eine „Schutzlücke“ vorliege. Der Gesetzgeber müsse auch bei psychisch kranken Patienten, die nicht weglaufen können, eine Zwangsbehandlung ermöglichen.

Dem wird der Bundestag am Donnerstagabend nachkommen. Im Bürgerlichen Gesetzbuch wird ein neuer Paragraf 1906 a eingeführt, der die Zwangsbehandlung künftig nicht mehr an eine Zwangsunterbringung knüpft, sondern nur noch an einen „stationären Aufenthalt in einem Krankenhaus“.

Das heisst es kann nun jeder zwangsbehandelt werden der eine Behandlung in einem normalen Krankenhaus ablehnt.

Das Gesetz ist durch …
Bundestag winkt mit Ausnahme der Linke das Gesetz durch.

Die Grünen haben sich feige enthalten.

CDU und SPD haben es in 2 Minuten durchgewunken.

Hier das Protokoll:

http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/18/18240.pdf ab Seite 213

Hier der Thread wo viele noch gelacht haben:

FB Link zu Pseudolinkengruppe die aber beim Thema Psychiatrie auf einem Auge blind ist

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ONE TWO THREE