Radio Dreyeckland – Vielfalter – Interview mit Martin Zinkler / Klinikleiter in Heidenheim

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World Psychiatric Congress Berlin 2017

Jahrestagung Bundesverband Psychiatrieerfahrener Berlin 2017

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Ich werde nicht schweigen – Deutscher Spielfilm mit Nadja Uhl – Wahre Geschichte

Oldenburg, 1948: Für Schneiderin Margarete Oelkers (Uhl) und ihre zwei kleinen Söhne reicht die Rente als Kriegswitwe hinten und vorn nicht. Doch die Behörden arbeiten zäh, auch weil ihr Bescheinigungen über die Anstellung ihres im Krieg getöteten Manns fehlen. Nach einem energischen Auftritt auf dem Amt wird sie kurzerhand als Querulantin in die Psychiatrie der Pflegeanstalt Wehnen gesteckt. Die Folgen sind bitter: Man attestiert ihr Schizophrenie, nimmt ihr die Kinder weg und bringt sie zur Schwester aufs Land. Ein Jahr lang wird Margarete gegen ihren Willen in der Anstalt einbehalten und mit Elektroschocks zwangsbehandelt. Nach der Entlassung wird sie unter die Vormundschaft ihres Nachbarn Erich Windhorst (Martin Wuttke) gestellt, eines Manns mit SS-Vergangenheit. Trotzdem nimmt sie mutig den Kampf um ihre Kinder und ihre Rehabilitierung auf. Dabei hilft ihr die junge Antje Eversen (Janina Fautz), deren Mutter in der Anstalt starb. Während der Nachuntersuchung in Wehnen kommt Margarete zufällig einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur: Aktenvermerke deuten darauf hin, dass man in der NS-Zeit viele Patienten durch Vernachlässigung und Nahrungsentzug sterben ließ, die „Hunger-Euthanasie“ aber anschließend vertuscht wurde. Margarete ist entsetzt, doch auch nach dem Krieg will keiner über die Missstände reden. Schließlich wagt sie sich in die Höhle des Löwen zu Dr. Ahrens (Rudolf Kowalski) und seiner Frau (Katja Flint). Margarete konfrontiert den Exleiter des Gesundheitsamts mit ihren Vorwürfen. Seine Reaktion ist erschütternd… Regisseurin Esther Gronenborn (Deutscher Filmpreis 2001 für „alaska.de“) verfilmte die Erinnerungen ihrer eigenen Großmutter. Das mit viel Zeitkolorit stimmig ausgestattete, bedrückende Drama feierte in Norddeutschland auf dem Internationalen Filmfest Emden-Norderney Premiere. Deutlich wird ein Skandal der Nachkriegszeit: Auch nach dem Ende des Kriegs blieben Verantwortliche vielfach in Amt und Würden.

Quelle : TV SPIELFIM